Der Bär hat zu Gast

am

Mi. 13.01.2021

Dirk David, 

Improvisationslehrer, Tanzpädagoge und Performer und heute Abend unser Moderator des Abends.

Bild by Dieter Kempa

Yvette Chelou

noch Fragen!


Olga da Vega, musikalisch, poetisch und immer auf der Suche...

Salwa & Serenity,

Orientalischer Tanz

Manoli total Manoli


Ein Gedicht ein Gedicht, ein Clownsgedicht kommt daher... 

und Erwin wacht mit wachsamen Auge über das Geschehen.

Improvisationstheater (oft auch kurz Improtheater) ist eine Form des Theaters, in der dramatische Szenen ohne einen geschriebenen Dialog und mit weniger oder gar keiner vorbestimmten dramatischen Handlung dargestellt werden[1]: Es wird eine Szene oder es werden mehrere Szenen gespielt, die zuvor nicht inszeniert sind. Meist lassen sich die Schauspieler ein Thema oder einen Vorschlag aus dem Publikum geben. Diese Vorschläge sind dann Auslöser für die daraufhin spontan entstehenden Szenen. Häufig werden die Spieler durch einen – meist ebenfalls improvisierenden – Musiker begleitet.


Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Vor- bzw. Übergangsform dürfte das Extempore als Einlage innerhalb eines Schauspiels bzw. das Stegreiftheater von Bedeutung gewesen sein. Erste Ursprünge hierfür lassen sich bis ins antike Griechenland zurückverfolgen (Mimus). Allerdings trat die Improvisation bzw. das Extempore im Laufe der Geschichte mit der Entwicklung einer literarischen Theatertradition ab dem 18. Jahrhundert immer mehr in den Hintergrund.

In der Neuzeit lassen sich Belege für improvisiertes Theater in Italien und Frankreich vor allem im Bereich der Commedia dell’arte finden. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es weitere Experimente, z. B. die Stegreifkomödie, das Stegreiftheater, das Jacob Levy Moreno mit psychotherapeutischen Zielsetzungen zunächst in Wien und später in den USA zum psychodramatischen Rollenspiel weiterentwickelte.[2]

In den 1940er Jahren erschuf die Amerikanerin Viola Spolin Improvisationstechniken und Improspiele.[3] Von ihrem Sohn Paul Sills wurde Improtheater in Amerika weiterentwickelt. Dessen im Jahre 1955 in Chicago gegründete studentische Schauspielgruppe "The Compass" war wahrscheinlich die früheste Improvisationstheatergruppe im heutigen Sinne. Sie führte – inspiriert durch Bertolt Brechts Theatertheorien und Theater-Spielen von Viola Spolin – nach so genannten Scenarios gesellschaftskritische, satirische Improvisationen auf. Darüber hinaus wurden nach Vorgaben des Publikums kurze Szenen improvisiert. Die Improvisation errang allmählich die Anerkennung als eigenständige Kunstform: Ihre Berechtigung liegt nicht nur in der Probenarbeit des regulären Theaterbetriebs und in den Schauspielschulen, sondern sie kann nunmehr auch als alleinige Grundlage für Aufführungen dienen. Parallel dazu wurden Improvisationen als nicht selten überwiegender Bestandteil musikalischer Darbietungen u. a. auch ein Merkmal des Jazz und daraus sich entwickelnder Musikrichtungen wie Blues und Rock.

In den 1970er Jahren schuf Keith Johnstone in England das Konzept Theatersport, die bis heute populärste Form des Improtheaters. Johnstone exportierte es nach Kanada, wo er das heute noch existente Loose Moose-Theater gründete.[4][5]

Del Close erfand die erste Langform eines Improvisationstheaters, den sogenannten "Harold" und machte damit erst viele heute bekannte abendfüllende Improformate möglich.


Zu Beginn des 21. Jahrhunderts verbreitete sich Theatersport und Improvisationstheater global. Unzählige Formen und Formate haben sich inzwischen ausdifferenziert und wurden von immer mehr Quellen inspiriert und beeinflusst.

Eine in den letzten Jahren aktive Gruppe, die auch öffentlich z. B. in der Tempelhofer Ufa-Fabrik auftritt, ist das Improvisationstheater frei.wild[7], in dem auch die Schauspielerin Anett Heilfort mitspielt.


Formen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurzformen: Die jeweilige Szene dauert nur wenige Minuten. Hier gibt es Hunderte von Spielen ("Games") verschiedenster Kategorien, zum Beispiel Gromolo-Spiele, Synchronisationsspiele und viele andere mehr. Häufig werden kurze Szenen im Rahmen einer "Impro-Show" zusammengefasst. Die Impro-Show hat oft ein Motto oder einen formalen Rahmen. Die kurzen Szenen werden in der Regel auch beim Theatersport benutzt.
  • Theatersport: Beim Theatersport treten zwei Mannschaften in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an und versuchen, durch besonders gute Szenen die Gunst des Publikums zu erlangen. Der Begriff "Theatersport" wurde von Keith Johnstone begründet.
  • Langformen: Die Szene dauert mindestens 15–20 Minuten. Eine typische Langform ist der Harold: Impressionen über ein Thema, oft auch mit autobiographischen Elementen der Schauspieler, die collagenartig gesammelt und miteinander verwoben werden.
  • Impro-Krimi: In verschiedenen Formaten, die sich vor allem durch die Beteiligung der Zuschauer unterscheiden, meist als Langform-Improvisation aufgeführtes Format.
  • Improvisation mit Regisseur: Ein längeres Theaterstück, bei dem ein Regisseur eingreifen kann.
  • Impro-Soap: Eine improvisierte, auf mehrere Folgen angelegte Seifenoper
  • Biographietheater: Ein geladener Gast erzählt aus seinem Leben. Diese Geschichte wird gleichzeitig improvisiert. Dies geschieht beim Improtheater eher unterhaltsam, beim Playback Theater eher psychologisierend.
  • improvisierte musikalische Formen, wie Oper, Musical, Grand Prix
  • Action Theater: Eine von der Performerin Ruth Zaporah gegründete körperbetonte Form des Improtheaters.
  • Angewandte Improvisation: Erlebbare Übungen aus dem Fundus des Improvisationstheaters zur Unterstützung von Organisations- und Personalentwicklung.

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Foto © Pick-up Media – Gerhard Klähn 

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