Eine offene Bühne

für Zauberer, Komiker, Clowns, Literaten und weitere Kunstschaffende

Yvette Chelou

Duo DelicArte

NVC Ensemble & Friends

Coco & Hoppo

Prestino

Bilder Galerie vom 09.12.2015

Bilder von © Pick-up Media Gerhard Klähn

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Travestie

Die schauspielerische Travestie (von französisch travesti ‚verkleidet‘) bezeichnet die Darstellung einer Bühnenrolle durch Personen des anderen Geschlechtes. Weit verbreitet ist dies auch in der Kleinkunst.

 

Antike

 

Im Theater der griechischen Antike wurden alle Rollen von Männern gespielt. Aus den verwendeten Masken konnte man das Geschlecht und die Rolle erkennen. Im Theater der römischen Antike durften Frauen Rollen übernehmen, doch war die soziale Position der Schauspielerinnen sehr niedrig, sie zählten zur Halbwelt und wurden oft mit Prostituierten in einem Atemzug genannt. Auch den Schauspielern ging es nicht viel besser, diese wurden mit unehrenhaft entlassenen Soldaten, Kupplern, Dieben und Betrügern verglichen. Einzelne Schauspieler ernteten großen Ruhm. Frühe christliche Autoren und Kirchenväter, wie etwa Johannes Chrysostomos (349-407), wetterten gegen Miminnen und sahen in ihnen eine Gefahr für das Familienleben braver Christen. Auch sonst standen die frühen Christen den verschiedenen Spielen ablehnend gegenüber und so beschränkte sich das mittelalterliche Theater anscheinend auf Passionsspiele.

 

Moderne bis heute

 

Mit der Etablierung des Berufes der Schauspielerin wandelte sich die (männliche) Travestie hin zur Idealisierung oder parodistischen Überzeichnung der Geschlechterrolle (siehe auch Drag Queen), bei der die Darsteller Kleidung des anderen Geschlechts tragen (meist Männer in Frauenkleidung, seltener umgekehrt). Man spricht von der Travestiekunst, der „Kunst der Travestie“, der „Kunst der Verwandlung“ und vom Travestiekünstler oder der Travestiekünstlerin, je nach Belieben. Inzwischen wird auch die Bezeichnung Travestit gebraucht, nicht jedoch die weibliche Form. Travestie ist nicht an eine bestimmte sexuelle Orientierung gebunden.

 

Das Repertoire der Künstler geht von der Imitation von Stars über die Parodie derselben bis zur Schaffung eigener Figuren. Gerne werden exzentrische Diven imitiert oder auch nur deren Verhalten teilweise als stilbildende Elemente in die eigene Darstellung eingebaut. Auffällig bei Travestiedarbietungen ist das humorvolle Spielen mit mehr oder weniger derben sexuellen Anzüglichkeiten. Meist sind die Shows im heiteren Fach beheimatet und Musik und Gesang spielen oft eine große Rolle. In Deutschland wurden in jüngerer Zeit Darsteller wie Mary & Gordy, Lilo Wanders und Olivia Jones sehr bekannt (als bekannte ausländische Künstler wären, neben vielen anderen, Ru Paul (USA), Charles Pierce (USA) oder Dame Edna (AUS) zu nennen). Travestieshows finden sich in vielen Großstädten. Bekannte Spielstätten in Deutschland sind das Schmidt Theater und das Pulverfass Cabaret in Hamburg, Theater im Keller in Berlin sowie das Travestie-Revue-Theater Carte Blanche in Dresden. Neben den festen Spielstätten gibt es auch zahlreiche Travestie-Ensembles die an unterschiedlichen Spielstätten ihre Kunst darbieten.

 

Zwei der bekanntesten Travestierollen sind die Figur der Zaza aus dem Bühnenstück und dem Film "Ein Käfig voller Narren" und Dr. Frank N. Furter aus dem Musical und Film "The Rocky Horror (Picture) Show". Weithin Aufmerksamkeit erreichte 2014 der österreichische Sänger und Travestiekünstler Tom Neuwirth in der Rolle der Conchita Wurst mit dem Sieg beim 59. Eurovision Song Contest.

 

Unter Einfluss von Gastspielen deutscher Travestieshows Ende des 19. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten, wo Damen – für damalige Verhältnisse sehr ungewöhnlich – in Hosen auftraten und dies als erotisch betrachtet wurde, entwickelte sich die Burlesque.

 

 

Quelle Wikipedia

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