Eine offene Bühne

für Zauberer, Komiker, Clowns, Literaten und weitere Kunstschaffende

Matthias Brodowy

Olga da Vega

Comedy Company

Jochen Stelter

Annette Ilsemann & Otto Knopp

Dennis

Jochen Prang

Bilder Galerie vom 09.09.2015

Bilder von © Pick-up Media Gerhard Klähn

                           Wir freuen uns auf ein Wiedersehen beim nächstem Mal!

Kabarett

 

Das Kabarett ist eine Form der Kleinkunst, in der darstellende Kunst (schauspielerische Szenen, Monologe, Dialoge, Pantomime), Lyrik (Gedichte, Balladen) oder Musik miteinander verbunden werden.[1] Kabarett ist in seiner Motivation gesellschaftskritisch, komisch-unterhaltend und/oder künstlerisch-ästhetisch.

Das Wort „Kabarett“ stammt vom französischen cabaret (Schänke oder Kneipe) und wurde später zu „Kabarett“ [kabaˈʀɛt] eingedeutscht.[3] In der Schweiz und in Österreich hat sich wie bei vergleichbaren Begriffen die französische Aussprache [kabaˈʀe] erhalten.

 

Zuweilen wird auf die Bedeutung des Wortes „Kabarett“ als einer drehbaren Speiseplatte mit kleinen Fächern oder Schüsselchen hingewiesen

Anfang der 1880er Jahre wurde in Paris mit dem cabaret artistique von Rodolphe Salis das erste Kabarett eröffnet. Am 18. November 1881 erhielt es den Namen Le Chat Noir und es sollte „politische Ereignisse persiflieren, die Menschheit belehren, ihr ihre Dummheit vorhalten, dem Mucker die schlechte Laune abgewöhnen.“ Es wurde schnell auch zu einer Stätte, in der die Artisten, damit waren im Paris des 19. Jahrhunderts sämtliche Künstler gemeint, ihre Nummern ausprobierten und sich gegenseitig vorführten, bevor sie dem Publikum vorgestellt wurden.

 

Deutschland

 

Zwanzig Jahre später mietete Ernst von Wolzogen in Berlin in der Alexanderstraße 4 die Sezessionsbühne und eröffnete am 18. Januar 1901 die Kleinkunstbühne „Überbrettl“, die jedoch bereits mit Ende der Spielzeit 1902/03 in Liquidation ging.[6]

 

Etwa zur selben Zeit bildete sich in München die Gruppe Elf Scharfrichter, die ihr Kabarett nach einer Europatournee und anschließender Auflösung der Gruppe 1906 nach Wien brachten. Hier gab es allerdings schon seit 1901 das Kabarett von Felix Salten.

 

Einer der ersten Kabarettstars in Deutschland war Otto Reutter, dessen Couplets inzwischen 100 Jahre überdauert haben. Die strenge Theaterzensur im Kaiserreich sorgte dafür, dass im Kabarett des beginnenden 20. Jahrhunderts jegliche Form der öffentlichen Kritik verboten war. Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Zensur auf Theater und Kabarettprogramme aufgehoben, und die Kabarettisten konnten ab 1919 auf die aktuellen politischen Entwicklungen und die soziale Situation der Menschen eingehen. In dieser Zeit blühte das deutsche Kabarett erstmals auf und brachte neben Otto Reutter, der bis 1931 sein Alterswerk schuf, so unterschiedliche Künstler wie Claire Waldoff, Werner Finck (1929–1935 beim Kabarett Die Katakombe), Hans Deppe, Isa Vermehren, Rudolf Platte, Ivo Veit oder Karl Valentin (auch Direktor des Münchener Kabaretts „Wien-München“) hervor. Für das Kabarett schrieben damals angesehene Autoren wie Kurt Tucholsky und Erich Kästner. Klaus Mann verfasste für das Kabarett seiner Schwester Erika Mann, „Die Pfeffermühle“, Couplets und Texte.

 

Ab der Machtübernahme der NSDAP wurden diese geistvolle Zeitkritik bekämpft und die Akteure verfolgt, mit schwerwiegenden Folgen für das Kabarett in Deutschland: Finck zum Beispiel wurde 1935 verhaftet und im KZ Esterwegen interniert, Tucholsky starb Ende desselben Jahres an einer Überdosis Tabletten. Max Ehrlich wurde am 1.Oktober 1944 in Auschwitz ermordet. Viele der deutschsprachigen Kabarettisten begaben sich ins Exil in die Schweiz, nach Frankreich, Skandinavien oder in die USA. Die Folge war, dass es in Deutschland selbst nur noch das staatlich kontrollierte Kabarett gab, das immer stärker zu einer Bühne für volksdeutsche Witzeerzähler verkam oder das Publikum zum Durchhalten aufforderte. Zeit- oder Systemkritik selbst starb jedoch nicht aus, konnte aber nur noch „unter der Hand“ in privatem Kreis erfolgen.

 

Ab 1945 sorgten die Besatzungsmächte dafür, den Deutschen die Gräuel der nationalsozialistischen Herrschaft näher zu bringen. Zur „Umerziehung“ gehörte auch das kulturelle Leben. So halfen die Kulturoffiziere der Militärregierungen dabei, Theater und Kabarett in Gang, neue und bisher verbotene Stücke auf die Bühne zu bringen. Fast vergessen ist, dass es unmittelbar nach 1945 auch in der sowjetischen Besatzungszone eine relativ freie Kabarettszene gegeben hat, so in Leipzig das von Ferdinand May 1945 in Leipzig gegründete „Literarische Kabarett“ (ab 1947 „Die Rampe“). Erst Mitte der 1950er Jahre wurden die freien Kabaretts durch das propagandistische Kabarett ersetzt. Im Westen prangerten schnell die „Tol(l)eranten“ in Mainz (mit Hanns Dieter Hüsch), das „Kom(m)ödchen“ in Düsseldorf (mit Kay und Lore Lorentz), „Die Schaubude“ in München (1945–1948 mit Ursula Herking, Bum Krüger, Hellmuth Krüger, Monika Greving, Karl Schönböck, Bruno Hübner) - der ein paar Jahre nach der Schließung die Kleine Freiheit und noch später die „Münchner Lach- und Schießgesellschaft“ (mit Dieter Hildebrandt, Klaus Havenstein, Achim Strietzel, Ursula Herking, Hans Jürgen Diedrich und Sammy Drechsel) folgten - sowie „Die Stachelschweine“ in Berlin (mit Rolf Ulrich, Inge Wolffberg, Günter Pfitzmann, Jo Herbst, Wolfgang Gruner, Achim Strietzel) Themen wie die Bundesregierung des damaligen Kanzlers Konrad Adenauer, den sog. Kalten Krieg und später die Auswüchse des Wirtschaftswunders an.

Quelle Wikipedia

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